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Hotels, Success Stories

INTERVIEW - Murshil Ünver, Vivere Stays Etabliert Neue Hotelmarke

Nicholas Johnson Mai 25, 2021

Murshil Ünver, CEO und Gründer von Vivere Stays, über die rasante Wachstumsphase seines Unternehmens, die Skalierbarkeit und den Weg vom Onboarding der ersten Immobilie innerhalb einer Woche bis zum Betrieb von derzeit über 25 Objekten. Vivere Stays ist ein Anbieter von Unterkünften mit einem neuen Konzept, der mit seiner schnellen Expansion während der Coronavirus-Pandemie in Deutschland und Spanien Wellen schlägt. Innerhalb der ersten 6 Monate konnten sie bereits über 25 große und kleine Hotels akquirieren. Ihre Erfolgsgeschichte soll unabhängige Hoteliers, die wohl am härtesten von der Krise getroffen sind, ermutigen und Perspektiven für die Zeit nach der Krise bieten. Steigen wir direkt in das Gespräch ein:

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Nach seinem Abschluss an einer renommierten Business Schools in Deutschland und ersten Erfahrungen bei Google gründete Murshil zusammen mit seinen Brüdern sein erstes Start-up im Bereich Recruiting. Vier Jahre später hatte das Unternehmen erfolgreich eine Teamgröße von 50 Mitarbeitern erreicht. Während seine Brüder an Bord blieben, bekam Murshil dann das Angebot, sich einem wachstumsstarken Start-up anzuschließen und verantwortete den Markteintritt von OyO in Deutschland. Bereits in den ersten vier Wochen rekrutierte er starke Talente aus der Hotelbranche und gewann zahlreiche große Hotels für seine Vision - und positionierte Deutschland als schnellsten wachsenden Markt unter 20 etablierten Ländern. Vivere Stays ist Murshil’s drittes großes Projekt bereits mit Anfang-30. Er ist davon überzeugt, dass das OyO-Geschäftsmodell mit dem richtigen Anspruch, westlicher Arbeitsethik und Technologie vielversprechend ist - und allen Beteiligten einen Mehrwert bietet: Den Hoteliers und auch den Gästen.

Gehen wir doch erstmal zurück zum Beginn:


Nicholas (apaleo): Kannst Du etwas mehr über die Anfänge von Vivere Stays erzählen und wie alles begonnen hat?

Murshil (Vivere Stays): Das Gründungsteam besteht aus Berta Vilardell (ehemalige Head of Revenue, OyO Europe), Mauricio Lezama (ehemaliger Head of Sales, OyO Spanien) und mir (GF, OyO Deutschland). Wir haben uns bei OyO kennengelernt, einem indischen Unicorn, das sich im Hinblick auf die Anzahl der Hotels schnell zur weltweit drittgrößten Hotelgruppe entwickelt hat und damals einen Marktwert von über 10 Mrd USD hatte.

Wir drei hatten zwei Dinge gemeinsam: Wir glaubten tatsächlich an das Geschäftsmodell und wir wollten unseren Partnerhotels helfen, sich gegen die steigende Konkurrenz im Markt zu behaupten. Darüber hinaus sind wir auf Augenhöhe. Wir haben gemeinsam und gegenseitig Vertrauen aufgebaut und das Arbeiten miteinander hat uns Spaß gemacht. Daher betrachten wir uns auch, einschließlich unserer Hoteliers, als kleine Familie.

Anfang 2020 saßen wir dann zu dritt in einem der schönen Hipster-Cafés in Berlin - und überlegten und spielten die Idee durch, das Geschäftsmodell an die westlichen Standards und Anforderungen anzupassen. Der Entschluss war gefasst. Und weil wir alle wertvolle Erfahrungen, sowohl aus der Hotelindustrie, anderen Tech-Unternehmen (Booking.com, Google, etc.) als auch aus eigenen Gründungen mitbringen, sind wir nicht überrascht, dass wir bereits im ersten Jahr OyO in Deutschland und Spanien überholt haben.

 

 

Nicholas: Wie hat sich die schnelle Expansion auf das Team ausgewirkt?

 

Murshil: Wir sind etwa zehn Personen. Die schnelle Expansion hatte kaum Einfluss auf die Größe des Teams, da wir dies mit einer erstklassigen Technologie wie apaleo kompensiert haben. Die Skalierung hatte also nur geringfügige Auswirkungen auf die Kosten.

 

Nicholas: Was ist Deiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg für die schnelle Expansion?

 

Murshil: Es ist unmöglich, das auf einen Aspekt zu reduzieren. Ich würde sagen, abgesehen von der DNA des Teams, ist es die Branchenkenntnis, das Vertrauen und die Harmonie, kombiniert mit unserem Tech-Stack. Wenn man sich unsere Services anschaut, sind wir in der Lage, die ganze Palette an Tools wie dynamische Preisgestaltung, Vertrieb, digitale Transformation und innovative Ansätze hinsichtlich der Steigerung der Umsätze zu bieten. So helfen wir Hotels, ihre Ziele zu erreichen und ihre Geschäftsabläufe und Reputation stetig zu verbessern.


Nicholas: Konnte man diese Verbesserung nach der Übernahme eines Hotels bereits feststellen?

 

Murshil: Auf jeden Fall - wir sind unglaublich stolz auf die KPIs, die wir erreichen. Erstens haben unsere Häuser trotz der Pandemie eine Auslastung von über ~75% - eine Kennziffer, von der die meisten Hotels in diesem Bereich nur träumen können. Zweitens konvertieren wir 30% unserer Gäste in wiederkehrende zufriedene Kunden. Parallel dazu verbessern sich die Bewertungen unserer Hotels direkt im Anschluss an die Zusammenarbeit bereits deutlich. Darüber Hinaus verzeichnete unser erstes Haus in Deutschland, das Hotel Bohemia by Vivere Stays, innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Partnerschaft eine Umsatzsteigerung von 500%. 

Jedes Hotel von Vivere Stays ist ein Vertrauensbeweis und zeigt den Mehrwert, den wir bieten. Es ist eine Win-Win-Win-Situation. Die Abwanderungsrate liegt derzeit bei null - und das wollen wir auch so beibehalten. Jedes Hotel wird behandelt wie ein Teil der Familie.

 

Nicholas: Schön, dass man den Erfolg auch in Zahlen deutlich sehen kann. Gibt es denn einen bestimmten Immobilientyp, der für euch in Frage kommt?

 

Murshil: Wir verwalten Budget-Hotels verschiedener Größen und Formen. Wir haben sogar ein neu eröffnetes Design-Motel aus Frachtcontainern (Motel Home Berlin by Vivere Stays) sowie 3-Sterne Hotels mit 160+ Zimmern. Unser Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Hotels mit weniger als 100 Zimmern und 3-Sterne oder weniger.

Wir haben ambitionierte Pläne, unsere europäische Expansion so organisch wie möglich fortzusetzen. Als weitere Märkte folgen bald unter anderem Portugal, Italien und die Benelux-Länder. Dabei achten wir natürlich besonders darauf, dass wir nicht die selben Fehler begehen, die wir mit einer unflexiblen, globalen Brand erlebt haben. Das ist uns sehr wichtig - daher rührt auch die Affinität zu westlicher Technologie aus Europa, die sich mit unserer Wachstumsstrategie deckt!

 

 

Nicholas: Du hast uns bisher einen guten Einblick verschafft. Kannst Du vielleicht noch etwas mehr ins Detail gehen, was Eure Zukunftspläne angeht?

 

Murshil:Wir haben in Rekordzeit aufgezeigt, dass es funktioniert. Wir wachsen weiterhin monatlich um 50% - in beiden Märkten. Daher werden wir bald in zwei weiteren Märkten präsent sein. Im Kern,  wollen wir die Zahl der glücklichen Hoteliers und glücklichen Gäste steigern. Alle wollen und sollen während der Pandemie geschützt und gesund bleiben und gestärkt aus ihr hervortreten. Die Einhaltung der Hygienemaßnahmen in unseren Hotels ist der Schlüssel für unser zukünftiges Wachstum - auch nach COVID.

Nicholas Johnson

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Nicholas Johnson
Nicholas has his hands in all things marketing at apaleo. After discovering his love for travel, he's lived, worked, and studied in Los Angeles, San Francisco, Paris, Japan, and Germany, where he is currently eating pretzels. Nicholas has been telling stories for over five years based on a unique perspective built from degrees in marketing and international tourism. His passion for visuals and design are the wrapping paper to his entire package.
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